Stadt Rastatt übernimmt Monument im September für 1 Euro
Da staunte der Vorsitzende des Historischen Vereins Rastatt, Dieter Wolf, nicht schlecht, als er hörte, dass die fast 190 000 Euro in einer ersten Rettungsmaßnahme für das Festungswerk Cavalier Iaufgebraucht worden sind. Der Dauerbrenner in Sachen der Sicherung historischer Substanz beschäftigt den Rastatter Stadtrat seit 2004 und den Historischen Verein seit 1983. Durch die immer wieder eingetretenen Verzögerungen der Maßnahmen hatte die Natur ihr zerstörerisches Werk, auch nach Rodungen der Oberfläche, immer wieder fortsetzen können.
Ab dem FeCavalier1_Denkmal2018-7bruar 2017 liefen endlich die Rettungsmaßnahmen des geschichtsträchtigen Bauwerks an der Ecke Militärstraße/An den Kasematten an. Doch es sollte sich herausstellen, dass man sich an eine schwierige Puzzlearbeit herangewagt hatte. Aber für Dieter Wolf ein wichtiger Schritt, der zitiert: „Eine Stadt, welche ihre historischen Bauten verfallen lässt, gleicht einem Menschen, der langsam sein Gedächtnis verliert.“
In diese Richtung arbeitete in den letzten Jahren die Wohnpark Weisenburger GmbH, die manche Maßnahme als Eigentümer des Festungswerks, das zwischen 1842 und im Finale bis 1852 errichtet wurde, zu bewerkstelligten hatte. Gerade ausführliche präventive Sicherheitsmaßnahmen gehörten dazu. Jetzt wird die Stadt Rastatt in der Stadt Rastatt nach mehrfach vom Justiziar geprüften Vertrag, die historische Bastion für einen Euro in der zweiten Septemberwoche übernehmen.
Dieses bestätigten anlässlich des Festungsfestes Thomas Weiß von der Wohnpark Weisenburger GmbH und Bürgermeister Raphael Knoth. Wie dem Gemeinderat die Position „Cavalier I“ am Herzen liegt unterstrich auch die Anwesenheit von Brigitta Lenhard und Renate Franzke bei der Überreichung einer würdigenden Bronzetafel zum abgeschlossenen Zwischenschritt zur Rettung des Festungswerks im Dörfel. Die Inschrift lautet: „Gefördert durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz mit Hilfe der GlücksSpirale“
Dazu waren Gisela Lasarstzyk, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, und eine Vertreterin von Lotto Baden-Württemberg, Dorothee Lang-Mandel, erschienen. Diese machte Hoffnung auf eine zukünftige Förderung nach entsprechendem, erneuten Antrag: „Hier liegt ein Kulturgut vor, in dem deutsche Geschichte geschrieben wurde.“ Gedankt wurde auch dem Historischen Verein für seine bisher erfolgten Initiativen.
So auch BTafelürgermeister Raphael Knoth, der den Rastatter Verein mit Dieter Wolf an der Spitze als „treibende Kraft beim Zwischenschritt zu Rettung des Cavalier I“ bezeichnete. Man müsse nun nach der Übernahme der Trägerschaft im September „viele Hausaufgaben machen“ und bald ein Konzept für Weiteres entwickeln. Der Beigeordnete versicherte nochmals, wie der Gemeinderat hinter den folgenden Maßnahmen stehe. Eine Säuberung der Oberfläche des Festungswerks werde zum Ende des Jahres erneut erfolgen.
Eingebettet war die Überreichung der Bronzetafel in das Festungsfest des Historischen Vereins. Ein Dutzend Aktive mit Unterstützung der Siedlergemeinschaft Rastatt-Münchfeld führten engagiert hunderte von Besuchern durch die Kasematten am Panoramaweg und sorgten für das leibliche Wohl. Jetzt hofft der Vorstand des Historischen Vereins, dass unter der bevorstehenden neuen Trägerschaft der Stadt Rastatt, bald Führungen im Cavalier I durchgeführt werden können.
Bild: Durch die Überreichung einer Bronzetafel durch Gisela Lasartzyk von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (2.v.l.) an Thomas Weiß von der Wohnpark Weisenburger GmbH(r daneben) wurde der erste        Zwischenschritt zur Rettung des Festungswerk Cavalier I  abgeschlossen.

Text u. Foto R.Wollenschneider
5.09.2018

 

Cavalier 1

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