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Aktuelles aus dem Verein

3. Fackelführung des Historischen Vereins am 5. November 2017

Gut besucht war auch die diesjährige Lichterführung mit Fackeln, die der Historische Verein Rastatt am Südring veranstaltete. Zunächst zog die Gruppe, darunter viele Familien mit Kindern, vom Kavalier 1 in der Militärstraße zu den  unterirdischen Kasematten. Dort erzählte Dieter Wolf  die Geschichte der ehemaligen Bundesfestung Rastatt, die zwar als Bollwerk gegen Frankreich gebaut war, doch nur in der Revolution von 1849 eine Rolle gespielt hat. Nach Besichtigung der Contreescarpegalerie – so die offizielle Bezeichnung – und Minengänge wurden die Besucher mit Fackeln ausgestattet und zogen durch den aufgefüllten Festungsgraben zu den Resten der Flankenbatterie. An dieser Stelle wurden im Herbst 1849 die letzten Hinrichtungen der standrechtlich verurteilten Revolutionäre vollzogen. Man hatte die Exekutionen vom Hasenwäldchen (an der Stelle des Konvikts) dorthin verlegt, um Schaulustige fernzuhalten In der 2_Flankenbatterie_web1Flankenbatterie, die damals Bermengebäude hieß, verbrachten die Verurteilten ihre letzte Nacht, schrieben Abschiedsbriefe und durften mit einem Pfarrer sprechen. Die letzten Erschießungen fanden am 20. Oktober 1849 statt, die Opfer waren Jean Jansen aus Köln, August Bernigau aus Mühlhausen in Thüringen (ihnen waren die vorangegangenen Fackelführungen gewidmet) und Friedrich Wilhelm Schrader aus Mansfeld (der Heimat Martin Luthers). Schrader war aus der preußischen Armee desertiert und hatte sich der revolutionären Pfälzer Volkswehr angeschlossen. Weil von ihm kein Abschiedsbrief überliefert ist, las Vereinsmitglied Maximilian Wafzinek den Brief von Konrad Lenzinger vor, der im benachbarten Kavalier 1 eingesperrt war. Der erst 24-jährige Lenzinger mußte für den Beschuß der Niederbühler Kirche mit dem Leben bezahlen, obwohl er  gar nicht kommandiert hatte – ein Fall von Justizmord, da keine Zeugen oder Fürsprecher gehört wurden.
Der Historische Verein will mit Führungen zu diesen Originalschauplätzen der Revolution an die Menschen erinnern, die für ihre Ideale eingetreten sind. Statt sich als Gespenster und Geister zu verkleiden und amerikanische Sitten zu kopieren, könne man sich hier vor Ort an den Geist der damaligen Bewegung erinnern; was dann in Rastatt passierte, war gruselig genug, meinte Vorstandsmitglied Irmgard Stamm. Man habe damals für die Grund- und Menschenrechte gekämpft, in Baden fanden im Sommer 1849 die ersten allgemeinen Wahlen statt. Roland Walter stimmte das Badische Wiegenlied an und brachte anschließend das Bürgerlied zu Gehör, dessen Inhalt noch heute aktuell ist. Dass auch Frauen damals politisch aktiv waren, setzte Petra Tremmel im Biedermeierkleid ins Bild.

7.11.2017
I.Stamm

Abschiedsbrief von Konrad Lenzinger

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Konrad Lenzinger 2_web

Literaturnobelpreisträger erkundet Rastatt

Mario Vargas Llosa in Rastatts Unterwelt
Großes Interesse am revolutionären Geschehen

2 Ederer Vargas Wolf 2_web Er trägt mit Jorge Mario Pedro Vargas Llosa einen klangvollen Namen und wurde 2010 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Anlässlich der Verleihung des mit 10 000 Euro dotierten Hayek-Preises in Heidelberg, gab es auch einen historischen Abstecher nach Rastatt. Der gebürtige Peruaner und Achtzigjährige, der in seinem Heimatland für das Amt des Staatspräsidenten kandidiert hatte, zeigte sich an deutscher Geschichte sehr interessiert.
Begleitet von Hayek-Betreuer Günter Ederer, hatte man mit dem Historischen Verein Rastatt Kontakt aufgenommen. Spontan war dessen Vorsitzender Dieter Wolf bereit, eine Exklusivführung durch die Rastatter Kasematten zu organisieren. Der titulierte „liberale Demokrat“, Mario Vargas, hatte ein Buch zur Revolution in Irland geschrieben und nahm die Informationen zu den revolutionären Geschehnissen 1849 in Baden mit englischen Erklärungen auf.
Besonders beeindruckte Marqués Vargas Llosa das Schicksal der 5600 inhaftierten Revolutionäre ab dem Juli 1849. Hierzu nahm er die Ausführungen zu Carl Schurz und dem Rastatter Joseph Kilmarx, hinterfragend auf. Nach dem Rundgang in den Rastatter unterirdischen Festungsresten meinte der weltreisende Literat: „Such I have never seen in my live!“ („Das habe ich in meinem Leben noch nie gesehen.“) Vargas llosa, der abwechselnd in Peru, London und Madrid wohnt, äußerte sich vom in Rastatt gezeigten demokratischen Engagement von 1849 beeindruckt und zeigte sich auch sehr aufgeschlossen für das polnische Engagement während der badischen Revolution. Dazu steuerte Dieter Wolf einiges an Informationen bei. Die zweite Station des Literatur-Nobelpreisträgers war das ehemalige Rastatter Residenzschloss. Hier ermöglichte ihm Lydia Erforth von den Staatlichen Schlössern und Gärten, einen Augenschein von den Prunkgemächern der Beletage zu erhalten. Diese nahmen 1849 auch den Kriegsrat der Revolutionäre und hinterher die preußischen Standgerichte auf, die 21 Todesurteile über Revolutionäre aussprachen.
Mario Vargas Llosa zeigte sich angetan von der servierten Historie in Rastatt, und wird die Impression auf seine Rückreise nach London mitnehmen3 Wolf Vargas Ederer_web.2 Wolf Vargas Ederer Modell_web
Bild: Der peruanische Literatur-Nobelpreisträger Marqués de Vargas Llosa stattete Rastatt einen Besuch ab und war von der Festungsvergangenheit in den Kasematten und der Barockresidenz beeindruckt. Auf dem Bild neben Dieter Wolf, Günter Ederer.

Text u. Foto: Wollenschneider
25.06.2016

Das Festungsfest 2017 bei den Kasematten am Südring war wieder ein toller Erfolg

wir haben uns riesig gefreut über die vielen interessierten Besucher. Der Einsatz
der Münchfeldsiedler mit ihren Angebot an Speise und Trank trug zum Gelingen des Festes wesentlich bei. Ihnen sei hiermit ausdrücklich gedankt. Das Wetter spielte mit, die Gäste waren gut drauf was will das Herz mehr??

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                                 Jahreshauptversammlung 2017
von unserem Mitglied R. Wollenschneider

Ehrenamtliches Engagement zeigt Früchte

Weltweites Interesse an Rastatter Geschehen

 Die Resonanz durch die zahlreich Erschienenen gab dem Vorsitzenden des Historischen Vereins Rastatt, Dieter Wolf, bei der Jahreshauptversammlung recht, wieder besonderes ehrenamtliches Engagement zur lokalen Geschichte mit Außenwirkung gezeigt zu haben. „Der Verein lebt!“, stellte Wolf fest und verwies auf die durchgeführten Veranstaltungen für historisch Interessierte, wie die kostenlos angebotenen Führungen zum veranstalteten Festungsfest.
Sehr zufrieden sei nach Wolf die Vorstandschaft mit dem Mitgliederzuwachs und den inzwischen 155 Mitgliedern. Da war natürlich die Erfolgsmeldung bei der Jahresversammlung, dass nach Jahre langem Kampf des Historischen Vereins, die Sanierungsarbeiten beim Cavalier I am Panoramaweg begonnen haben. Intensive Gespräche mit der Stadt und der Firma Weisen-burger waren im Vorfeld dazu erfolgt. „Wir haben uns bereit erklärt, nach den bisher erfolgten Reinigungsarbeiten im Innern des Cavalier I, dessen Geschichte bei Führungen Besuchern nahe zu bringen“, betonte der Vorsitzende des Historischen Vereins. Dieses sei wieder ein Beleg dafür, wie man sich in die Präsentation der Stadtgeschichte einbringe und dabei nicht müde werde.
Interessant auch der Medienbericht von Vorstandsmitglied Reiner Schulz. Danach sei die Hompage des Historischen Vereins weltweit sehr gefragt. Im Tausenderbereich pro Woche sind die Internetzugriffe von Usern in den USA, Kanada, der Schweiz und Frankreich, abgesehen von den Interessenten in Deutschland an der Vereinshompage und der anderen zur Bundesfestung Rastatt.
Bei einer äußerst positiven Entwicklung der Vereinsfinanzen folgte die einstimmige Entlastung der Vorstandschaft durch die Anwesenden. Zu neuen PB290017_webKassenprüfen wurden Thomas Milkowsky und Kurt Pottiez gewählt. Das Ziel der Jahresexkursion wird am
25. Juni Mainz mit seinen Festungsresten sein. Nähere Hinweise folgen noch.

Die Versammlung rundete die interessante Lichtbildschau von Günther Kemmlein zum Werden des Dorfes „Rasteten“ zur Stadt in der Gegenwart ab.
20.,2.2017





    Rodung Cavalier 1

Exkursion des Historischen Vereins nach Verdun 2016

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26.06.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

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