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Viele Bewohner des Rheintales und darüber hinaus werden bei der Frage nach der jetzigen Grenze zwischen Rheinland - Pfalz und Baden - Württemberg verwundert den Kopf schütteln. Natürlich ist das der Rhein in seiner gesamten Länge von Lauterburg bis nach Mannheim! Links ist die Pfalz, rechts ist Baden! Was soll die Frage?? Ganz einfach…….. es stimmt nicht! Ein kleines Überbleibsel aus der grossherzoglichen badischen Zeit überlebte bis heute. Und dazu kam es so:
1830: Als die bayerische Festung Germersheim in der Pfalz ausgebaut wurde fehlte es zum Bau von Festungswerken an Land auf Pfälzer Seite. Nur über den Rhein, in Baden gab es genug davon. Also tauschte der König von Bayern, der damals dort das Sagen hatte, mit Grossherzog Leopold von Baden pfälzischen gegen badischen Boden. Und zwar bekamen die Bayern von den Badenern ca. ein Quadratkilometer Land im Dreieck Rheinsheim, Dettenheim, Liedolsheim und bauten dort ihre Festungsvorwerke. Im Gegenzug bekamen die Badener von den Pfälzern den so genannten Koller , eine durch die Rheinregulierung an die bayerische Pfalz gekommene Altrheininsel (Kollerinsel) . (Östlich von Schifferstadt nebst den dort ansässigen Kollerhof) So ist es noch bis heute, außer das die Germersheimer Festung- svorwerke längst verschwunden und ein Teil des Bodens wieder an Baden zurückfiel. Der bayerische König und der Großherzog von Baden haben längst abgedankt, aber der badisch - pfälzische Gebietstausch wurde nie rückgängig gemacht und blieb uns bis heute erhalten.
Text Dieter Wolf Freitag, 3. August 2007
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