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Fernsehaufnahmen in den Rastatter Kasematten
Das Jubiläum „900 Jahre Baden“ im kommenden Jahr wirft bereits jetzt seine Schatten voraus. Die SWR-Redaktion „Zeitgeschehen“ hat dazu den bekannten und erfahrenen TV-Autor und Regisseur Knut Weinrich aus Hamburg gewinnen können. Rastatt und die Revolution von 1849 wird unter der Mitwirkung des Historischen Vereins und des Wehrgeschichtlichen Museums auch eine wichtige Rolle in der Dokumentation spielen.
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Rastatt und die Revolution
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Knut Weinrich wirkte bei mehr als 200 TV-Filmen, vor allem beim Norddeutschen Rundfunk, mit. Für den SWR war er der Richtige, die wichtige Dokumentation zum „Musterländle“ mit einer Sendezeit von 45 Minuten im April 2012, zu erstellen. Von 20 Drehtagen spricht Weinrich und dazu kommen nochmals mindestens 20 für den Schnitt. Drehorte waren bisher unter anderem das Karlsruher Schloss, die Baden-Badener Schlösser und Salem am Bodensee, wo Bernhard, Prinz von Baden, Rede und Antwort stand. „Wir werden im Film den langen Überlebenskampf der Markgrafen von Baden nahebringen. Da kamen wir natürlich an der Revolution von 1849 und Rastatt nicht vorbei“, betont Knut Weinrich. Ein, wie er sagt, besonderes „Schlaglicht“, sind die Rastatter Kasematten. Hier standen Dieter Wolf, der Geschäftsführer des Historischen Vereins und ein weiteres Mitglied, mit Rat und Tat zur Seite. Das Fernsehteam zeigte sich von den unterirdischen Festungsanlagen beeindruckt. Auch bei Dr. Alexander Jordan im Wehrgeschichtlichen Museum wird man in Rastatt noch drehen. Dabei bei den Dreharbeiten auch Kameraassistent Michael Geißer, ein ehemaliger Schüler des Tulla-Gymnasiums. Vor vielen Jahren war er zusammen mit seinem rührigen Geschichtslehrer zum letzten Mal auf Exkursion in Rastatts Unterwelt gewesen. Auf was man sich von Rastatt aus für 2012, abgesehen von dem Fernsehfilm des Knut Weinrich, auch freuen kann, das ist die Ausstellung „900 Jahre Baden“ vom 15. Juni bis 11. November 2012 im Landesmuseum Karlsruhe, wo auch die Revolution 1848/49 ein wichtiges Thema sein wird.
6. August 2011 Text und Fotos: Wollenschneider
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Aus den BNN vom 25. April 2009
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Nachfahren des einstigen Festungskommandeurs Gustav Eckard von Eckardsburg übergeben einen Schatz ihrer Familie an Kreisarchivar Martin Walter
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Siehe auch
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Ansichten von Rastatt zeigt das Erinnerungstuch aus den 1886oer Jahren. Christa Schwinger (rechts)ihr Mann Albrecht Schwinger (Zweiter von links) und Liselotte Huusmann (Zweite von rechts) überreichen es Kreisarchivar Martin Walter (Mitte) und Dieter Wolf vom Historischen Verein. Foto: Vetter |
Rastatter Tuch für die Ewigkeit gerettet
Rastatt (sl) - Das „Rastatter Tuch", ein Souvenir aus Rastatts Festungs- zeit und laut Kreisarchivar Martin Walter eine textile Rarität, ist für die Ewigkeit gerettet. Die Textilrestaurotarin Diane Lanz hat es in mühevoller Kleinarbeit von Wasserflecken und Klebstoffresten befreit, Löcher und Brüche repariert und Falten geglättet.
Jetzt folgte die offizielle Übergabe des Tuchs durch Nachfahren seines einstigen Besitzers, des österreichischen Festungskommandeurs Gustav Eckard von Eckardsburg, an das Kreisarchiv im neuen Landratsamt. Gut eineinhalb Jahre ist es her, da meldete sich Christa Schwinger aus der Nähe von Graz bei Martin Walter per E-Mail und berichtete von einem besonderen Schatz ihrer Familie. „Zunächst konnte ich damit wenig anfangen", erzählt die Österreicherin, die gestern gemeinsam mit ihrem Mann Albrecht Schwinger und ihrer Verwand-ten Liselotte Huusmann im Kreisarchiv zu Besuch war. Die beiden Frauen sind Ururenke-linnen des Festungsoffiziers, der einst in Rastatt wirkte. Das Er-innerungsstück aus Baumwolle ruhte gut eingewickelt auf dem Dachboden. „Bei jedem Umzug ist es mir in die Hände gefallen, meine Tochter kam dann auf die Idee, es nach Rastatt zu schicken." Das Tuch muss aus der Zeit um 1864 stammen. Damals nahm der Militär Eckard von Eckardsburg seinen Abschied von Rastatt, und wie viele Sol-daten verstaute er ein Erinne-rungsstück an seine Festungs-zeit in seinem Reisegepäck. Das Tuch zeigt Ansichten von Sehenswürdigkeiten der Barock-stadt, die heute - mit Ausnahmeder Festungswälle - alle noch stehen. Zu sehen sind Darstel-lungen der Residenz, des Schlosses Favorite, der Stadt-kirche St. Alexander, des Kehler Tors, des Lyzeums, der Einsiedelner Kapelle, des Bernhardus- und des St.Alexius-Brunnens. Zeittypisches Colorit erhält die zentrale Ansicht der Festungsstadt durch drei Soldaten in österreichischer Uniform und einen berittenen Preußen mit Pickelhaube. Ob das Tuch einen Verwen-dungszweck über den reinen Souvenircharakter hinaus hatte und wofür es in den vergange-nen 145 Jahren benutzt wurde, ist unklar. Weder Martin Walter noch Restauratorin Lanz, die auch eine detaillierte Dokumentation ihrer Arbeit erstellt hat, kennen bisher Vergleichsstücke. Die Darstellungen auf dem Tuch indes haben eine bereits bekannte Lithografie mit Rastatt-Ansichten zum Vorbild. Für die Nachfahren des einstigen Festungskommandeurs ist es der erste Besuch in Rastatt. Noch bis morgen wollen sie in der einstigen Wirkungsstätte ihres Ahnen bleiben und auf den Spuren des Ururgroßvaters wandeln. Natürlich steht auch eine Besichtigung der Festungskasematten durch den Historischen Verein auf dem Programm. Das Tuch wird laut Walter nun unter optimalen Bedingungen im Kreisarchiv „für die Ewigkeit" bewahrt. Gelegentlich könnte es öffentlich bei Ausstellungen gezeigt werden.
BT 25.4.09 |
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Erinnerungen an französische Kriegsgefangene 1870/71
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20 000 Franzosen im Barackenlager „Zay“ ...mehr
Bild und Foto: Wollenschneider 21.07.2010
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Schlechte Zeiten für das „Jesuskind vom Klosterplatz“? Anmerkung: Nicht mehr, siehe unten
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Stadthistorisches Kunstwerk vor dem Aus?
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Odyssee der Plastik von Hans Jucker Die Narbe am Hals des Jesuskindes ist wieder aufgebrochen, die „Außenhaut“ in einem verwahrlosten Zustand und die beiden stark beschädigten Hände liegen am Boden. Wahrlich kein schöner Anblick der Statue, welche der Rastatter Künstler Hans Jucker 1906 für die Nische über dem Portal der Klosterschule (heute Platz der Badner Halle) geschaffen hatte. Es handelt sich bei dem segnenden Jesuskind in Überlebensgröße um ein kunsthistorisches Objekt zur Stadtgeschichte allererster Güte. Es hatte das Bombardement vom 12. Auf den 13. April 1945 „überlebt“. 1948 wurde das durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs zu stark beschädigte Kloster abgerissen und das damals überschwänglich gewürdigte, entfernte Wahrzeichen des Klosters („sehr kunstvoll ausgeführt“) wurde 1955 im Garten des Rastatter Altenheims postiert. Dann verschwand bei einer gärtnerischen Umgestaltung das Jesuskind 1987 plötzlich, um dann wieder mit abgeschlagenem Kopf und beschädigten Händen im Arsenal der Stadtgärtnerei aufgefunden zu werden. Bei der Stadt war man sich damals wieder des Stellenwerts der Plastik bewusst und sorgte für eine Restaurierung. Im Frühling 1988 erstrahlte die Skulptur des Jesuskindes mit den ausgebreiteten, segnenden Händen wieder in strahlendem Weiß und wurde erneut zum Schmuckstück des Altenheimgartens. Eindrucksvoll, wie der Steinmetz Haare und Augen herausgearbeitet hatte. Seine Tochter Helene hatte dafür Modell gestanden. Schon einmal 1989 musste vermeldet werden, dass man der Statue auf der kleinen Wolke die Hände abgeschlagen hatte. Nach der Reparatur bietet nun die einst so hoch gehandelte Arbeit des herausragenden Rastatter Bildhauers zwischen 1896 und 1922 Hans Jucker einen trostlosen Anblick. Für den Garten des Martha-Jäger-Senioren- und Pflegeheims ist die Statue kein Schmuckstück mehr. Erkennbar nun auch, nachdem die Oberfläche wieder blank liegt, dass wohl alliierte Soldaten 1945 auf Stirn und Nase der Statue Schießübungen durchgeführt hatten. Nun wartet das einstige Jesuskind vom Klosterplatz auf bessere Zeiten und, dass man ihm wenigstens als Sofortmaßnahme seine Hände wieder zurückgibt.
Bild und Text: R. Wollenschneider 7.März.2010
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Das Jesuskind hat seine Hände wieder..... Es wurde zwischenzeitlich vollständig restauriert, wie die Aufnahme vom 19. Mai 2010 zeigt Bild: Günther Kemmlein
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Seite aktualisiert am
Mittwoch, 12. Oktober 2011 |
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