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Die Badenfrage und das Rastatter Schloss
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Kommt das Aus für die Badenfahnen auf dem Schloss?
Bald wird die Stadtseite der ehemaligen Barockresidenz Rastatt in neuem Glanz erstrahlen. Dazu gehöre n auch die bekrönenden Fahnen, bisher zwei baden-württembergische und zwei badische. Gerade die geld-rot-gelben Badenfahnen sind inzwischen sehr zerfleddert und wahrlich keine Schaustücke mehr. Was aber die Rastatter nicht sehr erfreuen wird, dass im Rahmen der Aktion nur noch die schwarz-gelben Landesfarben gezeigt werden sollen. Darüber zeigte sich auch Karl-Josef Fritz, der Vorsitzende des Historischen Vereins Rastatt etwas verwundert, als er von dem Flaggentausch hörte. Schließlich war die Kombination nicht die schlechteste, war historisch gesehen doch das Rastatter Schloss, die Residenz der Markgrafen von Baden-Baden. Schon einmal gab es in Rastatt eine „Flaggenfrage“. Als 1901 das Richtfest für den Wasserturm in der Pagodenburganlage war, setzte man auf die Spitze die schwarz-weiß-rote Flagge des Kaiserreichs. Damals fragte der Schreiber in der Rastatter Presse: „Warum nicht die gelb-rot-gelbe?“ Vielleicht gibt es doch noch einen Kompromiss, was die bekrönenden Flaggen des Rastatter Schlosses betrifft.
Text und Foto R.Wollenschneider 03.08.2010
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Die Fahne bleibt!!! NeuesterArtikel aus den BNN vom 6. August 2010
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Ministerium hält an Badens Farben fest Rastatt (bek). Der sich anbahnende Fahnenkrieg um die badische Flagge auf dem Schloss (wir berichteten) ist ausgestanden, noch bevor er richtig begonnen hat. „Wir wissen auch nicht, wo das Gerücht herkommt, dass die badische Fahne auf dem Schlossdach durch die schwarz-goldene Landesfahne ersetzt werden soll", sagte gestern ein Sprecher des Finanzministeriums in Stuttgart gegenüber den BNN. Dies sei nie geplant gewesen. Tatsache sei, dass im Rahmen der Schlossrenovierung auch die in die Jahre gekommenen Fahnen erneuert würden. Auch künftig sollen allerdings die Farben des Markgrafen von Baden in gelb-rot-gelb auf dem Schlossdach wehen und nicht die Landesfahne.
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Erinnerungen an französische Kriegsgefangene 1870/71
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20 000 Franzosen im Barackenlager „Zay“
 Als im September 1870 die Straßburger Garnison kapitulierte, sollte die Gefangenschaft der Franzosen in Rastatt mit zirka 15 000, dann 20 000 Mann, folgen. Erinnerungen an das große Gefangenenlager in der Stadt an der Murg, anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges, werden nun wieder wach, wenn am Freitag, 30. Juli, um 17.00 Uhr die Ausstellung, „Von Kaiser zu Kaiser“, eröffnet wird. Dabei wird im Wehrgeschichtlichen Museum (WGM) im Südflügel der Barockresidenz manch Interessantes präsentiert, was demonstrieren kann, wie sich das Verhältnis zwischen Deutschen und Franzosen um 180 Grad gewendet hat. WGM-Leiter, Dr. Alexander Jordan, wird in einer Vitrine auch drei Originalfotografien von 1871 präsentieren, die zu den ältesten Momentaufnahmen Rastatts gezählt werden können Portraits von Militärs sind mehrfach nach 1865 belegbar, Aktionsfotografie aber äußerst rar. Die drei Momentaufnahmen aus dem französischen Gefangenenlager im Zay verfügen noch über die Originalrahmen und wurden viele Jahrzehnte in „Katzenberger’s Adler“ (heute: „Da Franco“) im Dörfel gezeigt. Fotograf Heinecke lieferte packende Momentaufnahmen. Einmal ist es die Gesamtansicht des Barackenlagers jenseits der heutigen Straße „Zum Hasenwäldele“. Dabei war die Anlage von einem Postengraben umzogen, der von Pickelhauben tragenden Soldaten bewacht wurde. Erinnerungen an die authentischen Schilderungen des französischen „Kapitän zur See“, Bergasse du Petit-Thouars, werden wach, wenn man in die Gesichter der gefangenen Franzosen blickt. Der französische Offizier hatte bereits 1872 einen Bericht mit der Überschrift, „Bericht über die französischen Gefangenen in Rastatt“, veröffentlicht. Er schildert dabei, dass auch mancher Soldat aus den Kolonien in Afrika sich unter den Verteidigern von Straßburg befunden hatte. So belegen die im WGM gezeigten frühen Dokumente der Fotografie zum französischen Gefangenenlager am Rand von Rastatt, dass neben extrem Dunkelhäutigen, sich auch mancher Turban belegen lässt. Allerdings, vielleicht auch aus Propagandazwecken, schien es den französischen Gefangenen in Rastatt nicht schlecht gegangen zu sein. Da findet sich ein Fässchen Bier, aus dem gezapft wird, oder mancher zieht an seiner Tabakspfeife. Für das Rastatt im Kaiserreich nach 1871 scheint das Gefangenenlager mit den zahlreichen exotischen Insassen eine Sensation gewesen zu sein. So ließ es sich hinterher der lokale Starfotograf August Escher nicht nehmen, noch lange Reproduktionen seiner Kollegen unter seinem Namen als Postkarten zu verkaufen. Während sich auch im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 im Bereich der Zeughausstraße ein großes französisches Gefange-nenlager in Rastatt befand, das ebenso dokumentiert werden kann, so erinnert auf dem Stadtfriedhof eine große, steinerne Gedenktafel an die Verstorbenen des Lagers von 1870/71. Bis zum 31. Oktober werden die seltenen Aufnahmen in der Sonderausstellung des WGM zu betrachten sein.
Bild: Seltene Aufnahmen, wohl die frühesten „Aktionsfotografien“ Rastatts, zum französischen Gefangenenlager von 1870/71 sind in der WGM-Ausstellung „Von Kaiser zu Kaiser“ zu sehen, die am 30. Juli eröffnet wird.
Bild und Foto: Wollenschneider 21.07.2010
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Unbestritten zahlt das markante Wohn-und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße/ Ecke Ludwigring zu den auffälligsten Gebäude der 1980er- Jahre-Architektur im Stadtgebiet. Vor 25 Jahren fand der Spatenstich zu diesem „Mammut-Vorhaben" statt, wie die BNN im September 1984 berichteten. Das 40 Millionen Mark teure Bauvorhaben vis-ä-vis des Karlsruher Tores setzte in der Tat neue Akzente in der Bahnhofstraße. Bauunternehmer Herbert Weißenburger, beziehungsweise dessen Firma „Gewerbe- und Wohnbau" hatte bereits Ende 1980 den historischen Hubert -hof in Rahmen einer Zwangsversteigerung erwerben können. Namensgeber des ehemaligen Festungsgebäude war die Bekleidungsfirma Hilbert. Diese war 1872 noch zu Festungszeiten als Uniformschneiderei und Militäreffektenhandlung von Fridolin Hilbert gegründet worden. Die Firma zog in den 1920er Jahren in das ehemalige Festungsgebäude um, das früher Teil der Karlsruher-Tor-Kaserne gewesen war. Im April 1962 wurde in zwei großen Räumen des Hilberthofs das „Centro Italiano" eingerichtet, das dort bis 1968 Bestand hatte. Noch 1980 waren dort 73 türkische Gastarbeiter untergebracht, für die ein neues Zuhause gefunden werden musste. Daneben befanden sich immer noch einige Gewerbebetriebe in den alten Mauern. Der Abbruch des „bombensicher" ausgelegten Festungsgetaäudes geriet dann auch zu einer recht komplexen Baumaßnahme, die viele Rastatter über Wochen hinweg an die Abbruch Baustelle lockte. Unvergessen sind die ersten - vergeblichen - Sprengversuche, die deutlich machten, wie solide das Gebäude einst errichtet worden war. Im Vorfeld des Spatenstichs waren durchweg einige Hürden zu überwinden gewesen. Die Planungen wurden mehrfach überarbeitet. Ebenso geriet die Änderung der Verkehrsführung zu einer arbeitsintensiven Aufgabe. Der Ludwigring wurde verbreitert, so dass auch für den Gegenverkehr eine zweispurigen Fahrbahn geschaffen werden konnte. Im Gegenzug wurde das Kopfstück der Rauentaler Straße zu einer verkehrsberuhigten Fußgängerzone, beziehungsweise wurde Zufahrt für die Brauerei Franz und für die Tiefgarage des neuen Hilberthofes. Vorgesehen war von Beginn an ein großer Lebensrnittelmarkt, daneben sollte mehrere kleinere Einzelhandelsgeschäfte für Leben im Erdgeschoss des neuen Hilberthofs sorgen. Insgesamt umfassten die Gewerbeflächen in der Planung des Architekten Pfisterer rund 5 000 Quadratmeter. 83 Wohnungen unterschiedlicher Größe sowie 200 Tiefgaragenstellplätze waren fester Bestandteil des Vorhabens. Im Bereich der Bahnhofstraße waren die Geschäftseinheiten zweigeschossig geplant.
Herbert Weißenburger sprach anlässlich der Spatenstichs von „sämtlichen Läden des täglichen Bedarfs", für die der Hilberthof die neue Adresse sein sollte. Als besonderer „An- Ziehungspunkt" galt die Unterbringung der Rastatter Hauptstelle der Badischen Beamtenbank (die dann auch tatsächlich viele Jahre dort untergebracht war) und der Hauptzweigstelle der Rastatter Bezirkssparkasse. Daneben dachte man an die Unterbringung verschiedener Fachgeschäfte für Bekleidung oder Büroartikel, an ein Reisebüro, eine Apotheke oder eine Buchhandlung. Veranschlagt waren rund zwei Jahre an Bauzeit. OB Franz J. Rothenbiller wertete das Vorhaben naturgemäß als Erfolg, er betonte in seiner Ansprache aber auch die Schwierigkeiten im Zuge des Planungs- und Genehmigungsverfahrens: „Wir mussten uns schon einige Gedanken machen, die alle befriedigen." Rothenbiller wünschte sich eine „ruhige Bauzeit" und im Sinne Weißenburgers ein rasches Vorankommen der umfangreichen Bauarbeiten. Die ersten Bagger rückten übrigens dann auch sehr schnell an, im September 1984 war die Baugrube schon zum Teil ausgehoben. 9.3.2010
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Schlechte Zeiten für das „Jesuskind vom Klosterplatz“? Anmerkung: Nicht mehr, siehe unten
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Stadthistorisches Kunstwerk vor dem Aus?
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Odyssee der Plastik von Hans Jucker Die Narbe am Hals des Jesuskindes ist wieder aufgebrochen, die „Außenhaut“ in einem verwahrlosten Zustand und die beiden stark beschädigten Hände liegen am Boden. Wahrlich kein schöner Anblick der Statue, welche der Rastatter Künstler Hans Jucker 1906 für die Nische über dem Portal der Klosterschule (heute Platz der Badner Halle) geschaffen hatte. Es handelt sich bei dem segnenden Jesuskind in Überlebensgröße um ein kunsthistorisches Objekt zur Stadtgeschichte allererster Güte. Es hatte das Bombardement vom 12. Auf den 13. April 1945 „überlebt“. 1948 wurde das durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs zu stark beschädigte Kloster abgerissen und das damals überschwänglich gewürdigte, entfernte Wahrzeichen des Klosters („sehr kunstvoll ausgeführt“) wurde 1955 im Garten des Rastatter Altenheims postiert. Dann verschwand bei einer gärtnerischen Umgestaltung das Jesuskind 1987 plötzlich, um dann wieder mit abgeschlagenem Kopf und beschädigten Händen im Arsenal der Stadtgärtnerei aufgefunden zu werden. Bei der Stadt war man sich damals wieder des Stellenwerts der Plastik bewusst und sorgte für eine Restaurierung. Im Frühling 1988 erstrahlte die Skulptur des Jesuskindes mit den ausgebreiteten, segnenden Händen wieder in strahlendem Weiß und wurde erneut zum Schmuckstück des Altenheimgartens. Eindrucksvoll, wie der Steinmetz Haare und Augen herausgearbeitet hatte. Seine Tochter Helene hatte dafür Modell gestanden. Schon einmal 1989 musste vermeldet werden, dass man der Statue auf der kleinen Wolke die Hände abgeschlagen hatte. Nach der Reparatur bietet nun die einst so hoch gehandelte Arbeit des herausragenden Rastatter Bildhauers zwischen 1896 und 1922 Hans Jucker einen trostlosen Anblick. Für den Garten des Martha-Jäger-Senioren- und Pflegeheims ist die Statue kein Schmuckstück mehr. Erkennbar nun auch, nachdem die Oberfläche wieder blank liegt, dass wohl alliierte Soldaten 1945 auf Stirn und Nase der Statue Schießübungen durchgeführt hatten. Nun wartet das einstige Jesuskind vom Klosterplatz auf bessere Zeiten und, dass man ihm wenigstens als Sofortmaßnahme seine Hände wieder zurückgibt.
Bild und Text: R. Wollenschneider 7.März.2010
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Das Jesuskind hat seine Hände wieder..... Es wurde zwischenzeitlich vollständig restauriert, wie die Aufnahme vom 19. Mai 2010 zeigt Bild: Günther Kemmlein
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Lützower-Denkmal am Federbach in neuem Glanz
Man hat es kaum zu hoffen gewagt, dass das Lützower-Revolutionsdenkmal aus dem Jahre 1849 in Erinnerung an die verstorbenen Preußen wieder erstrahlen wird. Steinmetz Peter Thom(Bild) ist es gelungen, in tagelanger Arbeit das meisterliche Monument auf Ötigheimer Gemarkung auch was die Inschrift betrifft, gebührend zu konservieren. "Nach dem Schutz der Oberfläche wird das Denkmal für zehn bis 15 Jahre ohne weitere Arbeiten so zu betrachten sein", betont Peter Thom. Wenn auch abseits des Publikums, wurde rechtzeitig durch das Zusammenwirken der Landkreises, der Gemeinde Ötigheim, des Historischen Vereins Rastatt, des Landesvereins Badische Heimat und der VR Bank Iffezheim etwas vor dem Zerfall gerettet, das als Antikriegs-Denkmal gebührend gewürdigt werden kann.
Text u. Foto R.Wollenschneider 14.7.2009 |
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Demnächst mehr
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Abstellfläche für nicht benötigte Logos
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Seite aktualisiert am
Donnerstag, 12. August 2010 |
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