AUGUST HATZ-Peis 2004
Unsere Auszeichnungen

August-Hatz-Preis für Historischen Verein

 Im würdigen Rahmen der Städtischen Galerie wurde dem Historischen Verein der 17. August-Hatz-Preis, verbunden mit 1500€ und einer Goldmedaille verliehen. „Seit 1982 haben sie Rastatts Vergangenheit engagiert wach gehalten“, würdigte Laudator Dr. Thomas Hatz den Einsatz des Vereins mit derzeit etwa 120 Mitgliedern.

Dr. Hatz erwähnte die zahlreichen, freiwilligen Arbeitseinsätze von Mitgliedern , um historische Festungs- monumente zu erhalten oder zugänglich zu machen. Während die Flankenbatterie der Leopoldfeste gleich zweimal vor der Spitzhacke gerettet werden konnte, wurde die Bastion 27 (gegenüber Hilberthof) zu einem Anziehungspunkt gemacht. Dr. Hatz erwähnte die angebotenen Veranstaltungen für die Bevölkerung, die zahlreichen Stadt- und Kassemattenführungen, sowie das Sammeln und Archivieren von Dokumenten. „Alle Generationen werden von ihnen erreicht“, konnte Dr. Thomas Hatz am Ende seiner Würdigung feststellen.

OB Klaus-Eckhard Walker begrüßte die getroffene Wahl für den August-Hatz-Preis 2004: „Der Historische Verein hat sich intensiv mit der Geschichte der Stadt befasst und Akzente gesetzt.“ Hier sei ein festes historisches Fundament für das Handeln in der Gegenwart gesetzt worden. Der erste Vorsitzende des Historischen Vereins, Karl-Josef Fritz, sieht darin die Bestätigung für die geleistete Arbeit und einen Ansporn für Zukünftiges. „Forschen, Kramen und Suchen gehört auch zu unserer Arbeit“, merkte Fritz an. Er erwähnte Rettungsaktionen von Materialien zur Stadtgeschichte durch Mitglieder.

Ein Schmankerl gab es zum Schluss der Verleihung. Dr. Thomas Hatz wurde seine originale Geburtsanzeige mit Briefumschlag überreicht. Seine Mutter hatte diese 1951 mit handschriftlichem Vermerk von Stuttgart nach Rastatt geschickt.

Text und Foto: Wollenschneider

Preis aus Volksbankstiftung für Historischen Verein

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Im Bernazet-Saal

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Preisübergabe an Karl - Josef Fritz.

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Das Festungstor siehe auch

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Die Preisträger

  Im feierlichen Rahmen des Neujahrs- empfangs der Volksbank Baden-Baden . Rastatt eG im Bernazet-Saal des Kurhauses  Baden-Baden wurde auch der Historische Verein Rastatt mit 2000 Euro bedacht.
  In seiner Laudatio vor über 1000 Gästen begründete der Volksbank  Vorstandsvorsit- zende, Dr. Roman Glaser, den Preis aus der Volksbankstiftung für Projekte mit dem genossenschaftlichen Grundprinzip: „Hilfe zur Selbsthilfe.“
 Bedacht wurden zudem die Baden-Badener Sportstiftung „Toben macht schlau“ und die „Rastatter Tafel.“
Zum „Historischen Verein“ und seiner Berücksichtigung bei der begehrten Auszeich- nung sagte Dr. Roman Glaser:

  Etwa 160 Jahre alt ist ein ehemaliges Festungstor, das der Historische Verein Rastatt restaurieren möchte. Die handwerkliche Rarität ist ein bedeutendes Exponat und zeugt von der bewegten Geschichte unserer Heimat. 1982 gegründet, sieht der Historische Verein unter der Leitung seines Vorsitzenden, Karl-Josef Fritz, eine seiner wichtigsten Aufgaben darin, noch vorhandene Teile der ehemaligen „Freiheitsfestung Rastatt“ zu restaurieren       und der Öffentlichkeit zu- gänglich zu  machen.

 In zahlreichen Veranstaltungen, sowie Stadt- und Kasemattenführungen, bringt der Verein den Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Entstehung der Demokratie und die Ereignisse der Revolution 1848/49 nahe. Durch seine Arbeit hat sich der Historische Verein intensiv mit der Geschichte der Stadt befasst und gibt damit zweifelsohne Anhaltspunkte für das Handeln in der Gegenwart und das weit über Rastatt hinaus.
    Karl-Josef Fritz nahm die Auszeichnung entgegen, bevor als Genuss für das Ohr das „Ensemble Korrespondenzen“ aus Gaggenau Werke zum Mozartjahr 2006 zu Gehör brachte.

Text und Bilder Rainer Wollenschneider

 „Historischer Verein Rastatt“ und Vogelpflege“
 vom Ministerpräsidenten geehrt

Zinnmedaillie
Verleihung an die Familie Fingermann
Verleihung an den Historischen Verein

Alle zwei Jahre zeichnet die Landesregierung von Baden-Württemberg vorbildliche kommunale Bürgeraktionen aus. Mit dem „Historischen Verein“ und der „Vogelpflege Rastatt“ wurden neben zwei Gruppen aus dem Murgtal  ehrenamtliche Initiativen in der „schönsten Stube des Landes“, dem Neuen Schloss Stuttgart, gewürdigt.
     Exakt 356 Aktionen und Initiativen hatten sich für den 17. Landeswettbewerb beworben. 45 Preisträger wurden nach den strengen Bewertungskriterien von einem Gremium auserkoren, mit einer Zinnmedaille und Urkunde bedacht zu werden. Innenminister Heribert Rech und Ministerpräsident Günther H. Oettinger nahmen mit mancher humorigen Einlage den Ehrungsmarathon vor.
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Bei der Rede des Ministerpräsidenten wurde deutlich, dass es nirgendwo in Deutschland mehr ehrenamtlich Tätige gibt: „Baden-Württemberg ist das Land des Ehrenamts“, betonte Günther Oettinger. Er hob auch die wichtige Funktion der Bürgermeister als „Manager für die Gemeinschaft“ hervor. So war auch Rastatter OB Klaus-Eckhard Walker dabei, als zunächst der Historische Verein geehrt wurde.
       Vertreten durch Karl-Josef Fritz und Thomas Eck wurde anerkannt, wie viele ehrenamtliche Helfer in „mühsamer Eigenarbeit“ mehrere Festungsrelikte mit eigenHis5Verleihuung_weber Kraft gesäubert haben.
   Ministerpräsident Oettinger ging auch auf die wertvolle Öffentlichkeitsarbeit der Ehrenamtlichen des Historischen Vereins mit Führungen, Exkursionen und Veran- staltungen zur Stadtgeschichte ein. So könne, nach Günther Oettinger, Heimat- und Stadtgeschichte durch ein ehrenamtliches Engagement erlebbar gemacht werden.
      Als vorletzte kommunale Bürgeraktion im Stuttgarter Schloss wurde die „Vogelpflege Rastatt“ gewürdigt. Es handelt sich hierbei um Pierre und Verena Fingermann, die seit vielen Jahren als Ansprechpartner für pflegebedürftige Vögel im Landkreis Rastatt fungieren. 1993 hatte die ehrenamtliche Aktion mit vier Großvögeln begonnen. Inzwischen sind es Hunderte, wozu sich auch Singvögel gesellen. Zudem berät Pierre Fingermann in Sachen Nistmöglichkeiten, Fütterung und Pflege und beringt Eulen, Falken, Käuze und andere Greifvögel.
Eine besonders schöne Geste war, dass es sich hinterher Ministerpräsident Oettinger nicht nehmen ließ, im prächtigen Marmorsaal des Schlosses mit den Rastatter Ausgezeichneten länger zu plaudern.

Mittwoch, 12. Oktober 2011.

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Text und Fotos: R. Wollenschneider

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