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Jahreshauptversammlung des Historischen Verein Rastatt. Auch 2010 wachsen die Aufgaben
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Auf eines der erfolgreichsten Jahre blickte der Ehrengeschäftsführer des „Historischen Vereins Rastatt", Dieter Wolf, anlässlich der Jahreshauptversammlung im Hotel-Restaurant „Löwen", in Rastatt. Nach kurzer Eröffnung der Versammlung durch den alten und neuen Vorsitzenden, Karl-Josef Fritz, nahm die durch Dieter Wolf verlesene Liste der zahlreichen Aktivitäten schier kein Ende. Besonders herausgestellt wurde die Restaurierung und Pflege historischer Denkmale. So konnte durch Anregung aus Reihen des Historischen Vereins das Denkmal am Federbach, zusammen mit verschiedenen Sponsoren, in neuem Glänze erstehen. Nahezu gänzlich in Eigenarbeit konnte der unter Projektleiter Thomas Eck restaurierte Westwallbunker in der Kehler Straße fertiggestellt werden. „Wir haben so wenig wie möglich verändert und auch nur so viel wie notwendig". So stellt sich das Bauwerk in einem nahezu authentischen Zustand dar. Mit diesem sogenannten „Regelbau 10" des (Westwall) LIMES-Bauprogramms aus dem Jahr 1938, schließt sich neben den ehemaligen Ettlinger- und Stollhofener Linien und der Festung Rastatt, der Kreis heimatgeschichtlicher Festungsanlagen . Als weiterer Höhepunkt wurde die Beteiligung anlässlich der 925-Jahr-Feier genannt. Auf 12 Sonntagsführungen durch die Kasematten, bei steigenden Besucherzahlen, konnte man blicken, aber auch Gruppenführungen hatten Hochkonjunktur. So war es nicht verwunderlich, dass der Verein einen entsprechenden Mitgliederzuwachs verzeichnen konnte. Nicht nur auf geordnete Finanzen konnte Schatzmeister Reiner Schulz verweisen. Einen Boom erlebten auch die Zugriffe auf die über 50 Seiten unter www.hist-ver-rastatt. de im Internet, die er als Administrator verwaltet. Gleich drei Mitglieder durften die noch seltene Ehrung für 25 Jahre Mitgliedschaft erleben: Hans- Joachim Krause, Günther Kemmlein sowie Andreas Jachnik wurde eine Urkunde nebst Weinpräsent überreicht. Bei den Vorstandswahlen wurden Karl-Josef Fritz sowie Dieter Wolf an der Spitze bestätigt. Wegen der gewachsenen Aufgaben wurden Günter Fetzner und Manfred Möhrmann in die Vorstandschaft des Historischen Vereins gewählt, Wolfgang Goebel heißt der neue Schriftführer. Ab Mai wird im, dem Bunker angrenzenden ehemaligen Wachhaus der franz. Armee, die Sonderausstellung „65 Jahre nach den Bombardierungen Rastatts" gezeigt, die derzeit Thomas Eck, zusammen mit Manfred Möhrmann, vorbereitet. Auch dieses Jahr hat sich der Historische Verein wieder viel vorgenommen. Das Jahresprogramm ist über die Homepage www.hist-ver-rastatt.de abrufbar
Bericht: Thomas Eck, Foto R. Schulz 5. April 2010
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Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden geehrt
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Hans-Joachim Krause (2.v.l) Andreas Jachnik (Mitte) Günther Kemmlein (2.v.r.) Links: der 1. Vorsitzende Karl-Josef Fritz, ganz rechts: 2. Vorsitzender Ehrengeschäftsführer Dieter Wolf
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Historischer Verein besucht Lünette 42
Der Historische Verein Rastatt folgte am Montag, 31. August einer Einladung zur Besichtigung der noch erhaltenen und restaurierten Lünette 42 der Bundesfestung Rastatt am Röttererberg. Herr Held, Leiter des Familienzentrums und Mehrgenerationenhauses in der Franz-Philipp-Straße, ließ die Geschichte des Gebäudes und insbesondere seine verschiedenen Verwendungszwecke vor den Augen der Zuhörer ablaufen. Die Lünette 42 gehörte zu den insgesamt 48 Außenwerken, die der Bundesfestung vorgelagert waren. In der Sprache der Fes tungsbaumeister wurden diese Gebäude Lunette genannt, errichtet auf dem Grundriss einer Mondsichel (vgl. lat. luna, frz. lune = Mond bzw. lunette = kleiner Mond). Das ursprünglich für militärische Zwecke errichtete Bauwerk wurde nach Aufhebung der Festung im Jahr 1890 bis in die 1950er Jahre sowohl gewerblich wie privat genutzt: vom Friedenspulver- magazin über Hühnerzucht bis zum Fabrikations- und Lagerraum. Mit dem Eintrag ins Denkmalbuch wurde die Lunette 42 im Oktober 1957 unter Denkmalschutz gestellt. Weitere 25 Jahre später wurde das komplett restaurierte Gebäude im August 1982 seiner Bestimmung als „Musikschule und kulturelle Bildungsstätte für Behinderte“ übergeben. Im Laufe der Jahre und über verschiedene Etappen entwickelte sich die Einrichtung zum heutigen Familienzentrum und Meh rgenerationenhaus. Neben ihren ursprünglichen musik-kulturellen Angeboten beschäftigen sich die Mitarbeiter der Einrichtung mit Kindern, bei denen sehr früh schon Entwicklungsverzögerungen oder Beeinträchtigungen festgestellt werden, mit Eltern denen die Erziehung schwer fällt, mit Ausländerkindern, die zwischen den Kulturen und Sprachen eingeschlossen sind, aber auch mit Erwachsenen, denen noch ein Leben auf höherer Lebensqualität ermöglicht werden kann. Eingesetzt werden entsprechend hochwertige Fachleute wie Pädagogen und Therapeuten aller Spezialgebiete. Träger der Einrichtung ist die Reha-Südwest für Behinderte gemeinnützige GmbH mit Sitz in Karlsruhe. Natürlich kam die Besichtigung des Gebäudes nicht zu kurz. Herr Held zeigte den Hobbyhistorikern jeden Winkel der Lünette und wies auf besondere architektonische Lösungen hin, die in dem denkmalgeschützten Bauwerk erforderlich waren. Eine in den Kopien der alten Bauzeichnungen vorhandene Kellertreppe konnte nicht gefunden werden und einige Fensterstürze ließen Fragen offen. Die Architektur des begrünten Daches fand weltweit Anerkennung und wurde im Rahmen eines Kongresses ausgezeichnet. Als Leckerbissen steht noch eine Originalfestungspumpe vor der Schule, die mittels bunter Fahnen auf sich aufmerksam macht.
Zu den Bildern: 1 Herr Held erläutert den Werdegang des Bauwerks, 2 die Lünette heute 3 Der Schlussstein 1858 Text Gerhard Schuster, Fotos Gerhard Schuster, Reiner.Schulz 11.10.2009
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Am 29. August 2010 bei den Kasematten am Südring
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Blick in die Unterwelt Großes Interesse an Führungen durch die Kasematten
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Rastatt (ler). Das Interesse an Rastatts „Unterwelt“ ist ungebrochen. Dies zeigte sich erneut beim Festungsfest des Historischen Vereins am Südring, wo Kasemattenführer Peter Hauns gleich zu Beginn der kostenlosen Besichtigung die Teilnehmer „kontigentieren“ musste, damit sie auch intensiv über die einstigen Festungsbauwerke informiert werden konnten. Nahezu 500 Besucher nutzten nach einer Hochrechnung von Geschäftsführer Dieter Wolf im Verlaufe des Tages die Möglichkeit, um über eine Stunde in den bis zu zehn Meter tiefen und 400 Meter langen Gewölben der Geschichte, beziehungsweise den Geschichten der Festungs-Experten zu lauschen. Währenddessen sorgte Vorsitzender Karl Josef Fritz am Grill für das „leibliche Wohl“ der Gäste und wies dabei darauf hin, dass der 150 Mitglieder starke Verein dringend Nachwuchs braucht. Als Einstieg für Interessenten nannte er die Teilnahme an den Stammtischen im „Lehners“, die für den 17. September, 15. Oktober, 19. November und 17. Dezember angesetzt sind. Aber auch am 13. September ist der Historische Verein im Rahmen „Tag des Offenen Denkmales“ aktiv. Dann werden nämlich kostenlose Führungen durch das im Festungslazarett beheimatete Archäologische Landesmuseum zusammen mit dem Zentralen Fundarchiv und der Festungsvergangenheit angeboten. Auch der auf dem Kasernengelände an der Bundesstraße 36 vom Historischen Verein betreute Westwallbunker kann besichtigt werden. Unter dem Oberbegriff „Geschichte hautnah erleben“ bietet der Verein an jedem dritten Sonntag im Monat unter sachkundiger Anleitung Einblick in die Rastatter Verteidigungsanlagen und Kampfstellungen an. Die Führungen beginnen jeweils um 10 und um 11 Uhr, Treffpunkte sind beim Karlsruher Tor (Hilberthof) sowie in der Militärstraße (Hopfenschlingel). Auf dem Programm stehen dann die Besichtigung der Originalräume der sogenannten „Freiheitsfestung“, in denen die aufständischen Soldaten und Revolutionäre 1849 sich gegen die Preußen zur Wehr setzten. Informationen gibt es im Internet unter „www.hist-ver-rastatt.de“ oder beim Kundenbereich Stadtmarketing, Telefon (0 72 22) 9 72-12 00. Dort können sich auch Gruppen und Interessenten für Führungen anmelden.
BEIM FESTUNGSFEST erläutert Führer Peter Hauns in nahezu zehn Meter Tiefe seinen Gästen die legendären Kasematten. Foto: ler
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Historischer Verein Rastatt stellt „Regelbau 10“ vor
Großes Publikumsinteresse schon zum Auftakt
Seit dem vergan genen Wochenende ist Rastatt um einen historischen Anziehungspunkt für die Öffentlichkeit reicher. An der Kehler Straße in Richtung Iffezheim wurde mit sehr viel Mühe der einzig erhalten Westwallbunker Baden-Württemberg von Typ „Regelbau 10“ zugänglich gemacht (Wir berichteten). Die offizielle Einweihungsfeier mit zahlreichen Ehrengästen verdeutlichte, dass es sich bei dem Bauwerk von 1938 um ein Mahnmahl an die Opfer des Zweiten Weltkriegs handelt und die Sinnlosigkeit militärischer Planungen vor Augen geführt werden kann. Der Geschäftsführer des Historischen Vereins, Dieter Wolf, dankte noch einmal der „Bundesanstalt für Immobilien“, dass man das Gelände zur Nutzung zur Verfügung gestellt habe. Es werde bei der geplanten Renaturierung des ehemaligen Geländes der Kaserne Türkenlouis ein wichtiges Element sein. Wolf dankte auch zahlreichen Sponsoren, darunter dem Heimatverein Lichtenau und der Rastatter Bürgerstiftung, ohne die das Projekt hätte nicht so rasch realisiert werden können. „Mein besonderer Dank geht an die Leute, die über ihre Knochenarbeit für ein einmaliges Ergebnis gesorgt haben“, betonte Dieter Wolf. Nach den Worten des Geschäftsführers handle es sich bei dem „Regelbau 10“ um ein Baudenkmal, einen ungeliebten Zeugen der Vergangenheit, den manche gerne vergessen würden. Doch hier könne auch eine „perverse Varianten des Krieges“ verdeutlicht werden. Besondere Mühe gab man sich 1938 beim Schutz vor möglichen Gasangriffen, wie im Ersten Weltkrieg geschehen. Außerdem sei trotz der meterdicken Betonwände durch die Konstruktion beim Nahkampf das Schicksal der Besatzung schnell besiegelt gewesen. Wolf schloss: „Dieses ist der Zeuge einer schrecklichen Zeit, ein Mahnmal für den Frieden.“ Friedrich Wein von der „Arbeitsgemeinschaft Westwalltag“ ging auf den Denkmalschutz der noch vorhandenen Bunker ein. Momentan seien vier weitere Bauwerke, obwohl sie ein Denkmal und auch Biotop darstellten gefährdet. Für d eren Erhaltung wird sich auch der anwesende Bundestagsabgeordnete Peter Götz stark machen. Nach dem Projektleiter Thomas Eck, stellvertretend Gerhard Schuster, Peter Hauns und Karl Schweizer für ihre Arbeit dankte, ergriff Patrice Wijnands das Wort. Der ehrenamtliche Beauftragte des Landes Baden-Württemberg für den Westwall lieferte beeindruckend den Kontext zur Bedeutung des Mahnmals „Regelbau 10“. „Diese Befestigung am Rhein war eine Fortsetzung der Politik“, fügte Wijnands an. Überhastet und fehlerhaft sei nach 1938 von der „Organisation Todd“ mit 10000 Bunkern die Grenze gegenüber Frankreich zugepflastert worden. Darum sei der Rastatter Westwallbunker auch der Zeuge eines Europas im Frieden, bei dem sich gerade die Einstellung gegenüber Frankreich zum Positiven gewandelt hat. Bei der offiziellen Erstbegehung des „Regelbau 10“ führte Thomas Eck unter anderem die beiden Rastatter Beigeord-neten, Landtagsabgeordneten Wolfgang Jägel, den Bundestagsabgeordneten Peter Götz und Kreisarchivar Martin Walter. Groß war dann das Interesse der Bevölkerung an den angebotenen Führungen. Zukünftig sind jeden dritten Sonntag im Mai, Juli und September zwischen 10 und 16 Uhr Führungen. ....mehr
Text und Fotos: R.Wollenschneider
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Ausstellung : „Rastatter Postkartenraritäten“
Vom Rastatter Urmensch zur Eisenbahn in der Kapellenstraße.
Mit „Rastatter Postkartenraritäten – Die Stadt an der Murg im photographischen Rückblick“ ist eine Ausstellung in der Volksbank Hauptstelle Rastatt, Kaiserstraße 74, überschrieben. Diese wird am Mittwoch, 21. April, 18.00 Uhr eröffnet, wozu Freunde der rechteckigen Kunstwerke eingeladen sind. Andreas Jachnik und Rainer Wollenschnei-der vom Historischen Verein haben gesucht und einige fotografische „Sahnestücke“ zur Rastatter Stadtgeschichte vergrößern lassen. Dazu gehören beispielsweise Ansichten des „Rastatter Urmenschen“, dem Xaver Schnabel, der verschwundenen „Loreley“ bzw. der „Rumpelburg“ oder auch dem „Lobberle“, der einstigen Rastatter Stadtbahn mit Haltestelle in der Kapellenstraße. In Vitrinen werden zudem Originale gezeigt, wie eine Postkarte mit eingefügtem Stadtführer bzw. eine gelaufene Karte in Holz. Die Exponate sind während der Geschäftszeiten der Volksbank bis zum 4. Juni 2010 zu betrachten.
Foto: Hist.Verein
14.04.2010
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Seite aktualisiert am.
Mittwoch, 1. September 2010 |
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© Historischer Verein Rastatt e.V. Web Design: Reiner Schulz
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